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Urgroßvaters Schrank (November 2009)

Brandskulptur (Gregor Zootzky, 2009)

„Urgroßvaters Schrank“ ist die erste Brandskulptur aus einer Brand-Serie.

In dieser Arbeit mache ich einen Transformationsprozess deutlich. Die Auflösung der Materie ist die Befreiung aus der stofflich fest definierten Form. Die zerfallene Materie ist der Nährboden für neues Wachstum. Gleichzeitig bringt das Wegfallen der Materie Leichtigkeit in mein Leben.

Da dieser Schrank von meinem Urgroßvater selbst gebaut wurde, findet durch den Brand eine Kursveränderung der familiären Tradition statt. Gleichzeitig wird meines Urgroßvaters handwerkliches Geschick gewürdigt, denn dieser wurmstichige Schrank steht filmisch im Zentrum der Aufmerksamkeit.

Zum Video "Brandskulptur"

 

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Hans G Helms

Hans G Helms ( *8. Juni 1932 in Teterow; † 11. März 2012 in Berlin), war ein deutscher Gelehrter, Schriftsteller, Künstler ,Filmemacher, Kritiker und Historiker. Von sich selbst hat er mehrfach behauptet: “Ich bin der letzte Privatgelehrte.“

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Er überlebte als Sohn einer jüdischen Mutter und eines christlichen Vaters die Nazi-Zeit mit gefälschten Papieren.

Hans G Helms begegnete ich zum ersten Male im Jahre 2004 neben Gisela Saur-Kontarsky in der Galerie Schüppenhauer in Köln, anlässlich Mary Bauermeisters 70sten Geburtstages. Gisela Saur-Kontarsky las aus Helms` legendärer Arbeit Fa:m’ Ahniesgwow. Mit diesem Werk tauchte Helms im Jahre 2006 wieder auf, als er aus dem selben Buch in Sindelfingen in der Wiederinszenierung der Stockhausenschen „Originalen“ von Elisabeth Gutjahr mitwirkte, wie schon zur Uraufführung der „Originale“ 1961 im Kölner Theater am Dom. Ich erlebte Helms in mehreren Gesprächen zu Fluxus und als Kritiker dieser Zeit und einer computergesteuerten Gesellschaft. Über die Jahre entstand durch häufige Kontakte eine Nähe und Vertrautheit mit ihm, eine Freundschaft.

Ich filmte Helms in Aufführungen der Originale, in Gesprächen mit Mary Bauermeister, Elisabeth Burgbacher-Kupka und Kerstin Skrobanek.

Als Helms im Sommer 2007, zum 75sten Geburtstag seine private Bibliothek an die Zentral- und Landesbibliothek Berlin übergab, traf ich Heinz-Klaus Metzger, Rainer Riehn, Gottfried Michael Koenig, Ingeborg Drews und Gigi Campi zum ersten Mal.

Helms war ein Mentor, mit dem ich zu meinem Zeichentrickfilm Psst pp Piano Rücksprache halten konnte.

Hans G Helms, 2007 Hans G Helms, 2007 Hans G Helms, 2007

Zum Interview mit Metzger, Helms & Koenig

 

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Heinz-Klaus Metzger

Heinz-Klaus Metzger (* 6 Februar 1932 in Konstanz, † 25. Oktober 2009 in Berlin) war ein bedeutender Musikkritiker und Musiktheoretiker.

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Ich lernte Heinz-Klaus Metzger und Rainer Riehn im Sommer 2007 kennen, zu dem Anlass, als Hans G Helms seine private Bibliothek feierlich an die Staatsbibliothek zu Berlin übergab.

Im selben Jahr traf ich ihn zweimal zu einem Videointerview, dessen inhaltlicher Fokus auf den frühen 1960er Jahren in Köln und mehr noch dem Atelier Mary Bauermeister lag. Kupferradierung - Heinz-Klaus Metzger (Gregor Zootzky, 2012)Ich war gedanklich schon mit einem Video und einem Trickfilm als Portrait über die Künstlerin Mary Bauermeister beschäftigt und tauchte mit den Interviews tiefer in die Materie ein. Das erste Interview führte ich alleine mit Metzger (in Begleitung von Rainer Riehn) im Oktober in der Akademie der Künste in Berlin. Ein weiteres folgte im Dezember im selben Jahr und am selben Ort, mit Heinz-Klaus Metzger, Rainer Riehn, Kerstin Skrobanek und mir. Der Fokus in diesem Gespräch lag deutlicher auf der Künstlerin Mary Bauermeister und Mary als Frau von Karlheinz Stockhausen.

Beide Gespräche liegen in transkribierter Fassung vor. Falls Sie Interesse an den transkribierten Texten haben, kontaktieren Sie mich entweder über E-Mail oder über das Kontaktformular.

Zum Interview mit Heinz-Klaus Metzger

Zum Interview mit Metzger, Helms & Koenig

 

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Gottfried Michael Koenig

Gottfried Michael Koenig (*5 Oktober 1926 in Magdeburg) ist ein deutscher Komponist.

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Mit Gottfried Michael Koenig führte ich ein Interview, aus dem ein dreistündiges Videodokument entstanden ist. Der inhaltliche Schwerpunkt des Gesprächs waren seine Anfänge im elektronischen Studio des Westdeutschen Rundfunks, die 1960er Jahre in Köln und seine Künstlerfreundschaften.
Koenig traf ich zum ersten Male im Jahre 2007, als Hans G Helms seine Bibliothek offiziell und feierlich an die Staatsbibliothek in Berlin übergab.

Gottfried Michael Koenig erzählt in dem Interview auch über seine Freundschaft zu Hans G Helms, Heinz-Klaus Metzger und Rainer Riehn sowie über sein kollegiales Verhältnis zu Stockhausen, den er als „guten Kameraden“ bezeichnet.

Koenig hat mit Helms die Aufnahme zu seinem legendären Werk Fa:m´Ahniesgwow im Elektronischen Studio des WDR aufgenommen.

Er war von 1964-1986 künstlerischer Leiter des elektronischen Studios an der Universität in Utrecht. In den 1960er Jahren studierte Rainer Riehn, Lebenspartner von Heinz-Klaus Metzger in Utrecht Komposition.

Gottfried Michael Koenig, 2010 Gottfried Michael Koenig, 2010 Gottfried Michael Koenig, 2010

Zum Interview mit Gottfried Michael Koenig (Ausschnitt)

Zum Interview mit Metzger, Helms & Koenig

Das Interview mit Koenig liegt noch nicht in transkribierter Fassung vor.

 

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Mary Bauermeister

Mary Bauermeister (*07 September 1934) ist eine deutsche Künstlerin.

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Als ich Mitte der neunziger Jahre in Bonn Theater spielte, war Mary Bauermeister in einer Vorstellung zu Gast und lud die Theatergruppe ein, in ihrem Garten das selbe Stück aufzuführen.

Seit erster Begegnung habe ich immer wieder mal für Bauermeister gearbeitet und pflege weiterhin die Freundschaft mir ihr. In der Zeit von 2004 bis ca. 2010 habe ich einige Ausstellungen und Aktionen von ihr auf Video dokumentiert. Dazu gehört u.a. ihr 70ster Geburtstag im Museum Ludwig (2004), eine Schriftanimation in Zusammenarbeit mit Tania Parovic (2004), die „Originale“ von Stockhausen, neuinszeniert von Elisabeth Gutjahr in Sindelfingen und Rottweil (2006/2007), WACK! Mary in Los Angeles (2007), eine Ausstellung im Nam June Paik Art Center in Südkorea (2008) sowie ein Zeichentrickfilm mit dem Titel „Psst pp Piano“ auf 35mm, eingelagert im Bundesarchiv in Koblenz.
Durch Mary Bauermeister lernte ich zahlreiche Menschen kennen, u.a. auch Hans G Helms.

Bauermeister öffnet regelmässig die Türen ihres Ateliers und betreibt weiterhin einen Salon (wie in den 1960er Jahren in ihrem legendären Kölner Atelier in der Lintgasse 28), in dem Künstler ihr Werk einem Publikum vorstellen können. In diesem Rahmen finden kritische Themen und alternative Lebensansätze ihr Publikum.

Bauermeisters Haus und Garten sind als wachsendes Kunstwerk und nach geomantischer Lehre angelegt. Im Garten sind Sitzgelegenheiten aus beschnittenen Baumstämmen für Menschen jeder Größe und anderen kleineren Lebewesen bereitgestellt.

Die Arbeit mit Mary Bauermeister bot die Basis für den im Jahre 2009 entstandenen Zeichentrickfilm
„Psst pp Piano“ – Hommage à Mary Bauermeister, gefördert vom LVR und der Filmstiftung NRW.

Mary Bauermeister, 2012 Mary Bauermeister und Gregor Zootzky in Seoul, 2008 Carolee Schneemann, Mary Bauermeister und Yvonne Rainer in Los Angeles, 2007

Zum Video "Originale" und Atelier Mary Bauermeister

Zum Video "Schriftanimation" - Interview mit Mary Bauermeister

Zum Video - Ausstellung "Zopf ab"

Einige Interviews von Bauermeister liegen als transkribierte Textdokumente vor.

 

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Ben Patterson

Ben Patterson, Geburtsname Benjamin Patterson, (*29. Mai 1934 in Pittsburgh, Pennsylvania) ist ein amerikanischer Musiker (Bassist) und Künstler und Mitbegründer der Fluxusbewegung in den 1960er Jahren.

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Ben Patterson lernte ich durch die Galeristin Christel Schüppenhauer bei einer Ausstellung kennen. Patterson machte in der Galerie eine Performance zu seiner Reise auf einen Berg in Japan, anlässlich seines 70sten Geburtstags. Ben Patterson in Köln, 2008 Den Gipfel des Bergs hat Patterson nach meiner Kenntnis nicht erreicht, er kehrte frühzeitig wieder um.
Für die Galerie Schüppenhauer dokumentierte ich die Klang-Performance „The Titans“ von Keith Rowe und Ben Patterson im Jahre 2008.

Patterson kam 1960 nach Köln, angezogen vom Elektronischen Studio im WDR, um mit Stockhausen zu arbeiten.Nach der ersten Begegnung stellte er fest, dass er nicht mit ihm arbeiten konnte. In Köln hörte er vom Contré-Festival bei Mary Bauermeister und lernte dort gleich bei seinem ersten Besuch John Cage kennen, der ihn in seine Aufführung mit einbezog.

Mit Ben Patterson entstanden mehrere Interviews. Dreimal besuchte ich ihn in seinem Atelier in Wiesbaden. Einmal war ich bei Patterson zusammen mit der Kuratorin Gimo Yi, vom Nam June Paik Art Center, mit welcher ich für das Museumsarchiv in Süd-Korea Interviews führte und aufzeichnete.

Patterson verkehrte nach dem Zerwürfnis zwischen Mary Bauermeister und Haro Lauhus häufig in der Galerie am Buttermarkt (eröffnet von Haro Lauhus). Ben Patterson, 2012Er führte dort sein Werk „Lemmons“ auf, welches Ähnlichkeiten in der Struktur mit den Stockhausenschen „Originalen“ haben soll. Die Galerie von Haro Lauhus, soll laut Patterson nach jahrelangem Leerstand ungesäubert von Lauhus bezogen worden sein. Spinnweben und dicke Staubschichten prägten das Bild des Raumes. Die Spuren des Vergangenen sollten sichtbar bleiben.

Im Juni 1962 nahm Patterson an der Ausstellung „Kleines Sommerfest-Après John Cage“ teil. Hier tritt zum ersten Male auch George Maciunas in Erscheinung.

Patterson hat in meinem Zeichentrickfilm „Psst pp Piano“ eine stumme Rolle. Diese entspricht den Erzählungen, als er der „Hommage an John Cage“ von Nam June Paik als Besucher beiwohnte.

Zum Interview mit Ben Patterson

 

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Felix Kemner

Felix Kemner (geboren in Bad Godesberg) ist ein deutscher Künstler und Dichter. Kemner hat in seinem künstlerischen Lebenswerk häufig die Bedeutung von der Umwelt hervorgehoben.

Nach allen bisher veröffentlichten Informationen, kann man davon ausgehen, dass Felix Kemner der erste Künstler war, der mit Moos Kunstwerke geschaffen hat. Die erste Arbeit mit Moos entstand 1966 mit dem Titel „Moos-Tableau“, Landschaftsbilder in der Vertikalen. Es folgten weitere Arbeiten mit Moos wie „Kosmoos/Cosmoss“ (1968), „Das Buch MoosEs“, „Sauerstoffproduktionsanlage“(1971), etc. Die erste Ideenskizze von Felix Kemner für die Arbeit mit der lebendigen und Sauerstoff spendenden Skulptur stammt aus dem Jahr 1957. Neben der bildnerischen Arbeit hat Kemner geschrieben und gedichtet. Ich lernte Felix Kemner im Sommer 2009 kennen, nach einer Vernissage (im Rahmen einer Ausstellung von Mary Bauermeister) in der Galerie Schüppenhauer in Köln. Dies geschah kurz vor der Premiere meines Animationsfilms „Psst pp Piano“ am 20.09.2009 in NRW-Filmforum im Museum Ludwig.

Felix Kemners und Mary Bauermeisters Bekanntschaft lässt sich bis in die späte Jugend von beiden zurück führen. Der Kontakt zwischen den beiden entstand durch Haro Lauhus. Eine enge Freundschaft ist nicht entstanden.

Im Sommer 2011 war ich Programmreferent des Kurzfilmabends „Screen for Shorts“ von Deutzkultur e.V. und habe aus diesem Anlass Kemners Videoarchiv aufgearbeitet und mit einer Installation an seine erste Sauerstoffproduktionsanlage auf der Komödienstrasse in Köln (1971, Galerie Siebrasse) erinnert.

Kemner war 1964 Besucher des 24 Stundenhappenings in der Galerie Parnass in Wuppertal. Er war auch Künstlern wie Nam June Paik in logistischen Angelegenheiten behilflich.

Ebenfalls unterstützte er 1958 Friedensreich Hundertwasser (damals noch Friedrich Hundertwasser) bei dem Verschimmelungsmanifest in der der Galerie Parnass. Hundertwasser wohnte während seines Aufenthaltes im Rheinland in Kemners Atelierhaus in Köln-Weiden (Kemners elterliches Haus).

Zum Video: Felix Kemner - Am Rande der Unendlichkeit (Teil 1)

Zum Video: Felix Kemner - Am Rande der Unendlichkeit (Teil 2)

Kohlezeichnung - Felix Kemner (Gregor Zootzky, 2012) Felix Kemner, 2012 Das Buch MoosEs (Felix Kemner, 1970)

„Wo Moos wächst, gedeihen keine Waffen.“
Felix Kemner

 

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